«In meiner Jugend war ich extrem ambitioniert. Ich wollte alles. Die ganze Welt. Was ich jetzt vom Leben will? Ich will glücklich und gesund sein. Glücklich zu sein ist etwas sehr Subjektives. Ich habe keinen Lebensplan. Ich mache das, was ich am meisten liebe. Ich lebe meine Leidenschaft. Die Fliegerei, Flugzeuge. Ich liebe es, Menschen zu zeigen, was ich in meinem Leben gelernt habe. Das ist das, was mich bewegt. Wenn man leidenschaftlich ist, kann man die Zukunft nicht wirklich planen. Das bedeutet nun aber nicht, dass man damit komplett dumm umgehen soll. Jeder sagt, das Leben sei zu kurz. Es ist zu kurz, ja, aber nicht kurz genug, um keinen Plan, kein Projekt zu haben.»
«Menschen haben Angst, wenn sie nicht wissen was als nächstes passiert. Wenn man weiss, was Sache ist, hat man keine Angst. Das steht für alles im Leben. Ich habe Angst vor dem Unbekannten. Wir alle haben Angst davor.»
«Meine beiden Söhne interessiert die Fliegerei nicht wirklich. Das ist okay so. Wenn sie eines Tages Piloten werden wollen ... gut, schön; wenn sie Ärzte werden wollen ... gut, schön. Für mich ist wichtig, dass sie die Möglichkeit haben werden, das zu tun was sie lieben. Mein einziges Ziel für sie ist es, dass sie eines Tages das machen, wonach ihnen ist, was ihnen ihre Seele sagt.»
«Was kann ich sagen, es ist eben so. Du fliegst, du fällst, du fährst Fahrrad, du fällst runter, du reitest ein Pferd, du fällst vom Pferd. Das ist eben so. Ich hatte zwei sehr schwere Unfälle. 2002 versagte das Kontrollsystem im Flieger während eines Kunstflugmanövers. Meine Überlebenschance lag bei 0.1 Prozent. Alles ging sehr schnell, ich erinnere mich daran nicht mehr... Ich bin aus dem Flieger gesprungen, öffnete den Fallschirm, sah den Boden und habe überlebt. Es ist in Madrid passiert, in der Nähe vom Flugplatz. Ich bin in die Richtung losmarschiert, die ich für die richtige gehalten habe und hörte, wie Leute meinen Namen schreien 'Alex, Alex!'. Als ich spät in der Nacht aus dem Krankenhaus zurück nach Hause kam, haben meine Kinder schon geschlafen. Ich habe mich zu ihnen in ihr Zimmer gesetzt, sah ihnen beim Schlafen zu und fragte mich: 'Steht das wirklich dafür? Ist das, was ich mache ihnen gegenüber fair?' Ich sah diese Unschuld schlafen und kam zum Entschluss, dass es das war. Es ist fair, denn es ist mein Leben und meine Seele braucht das. Also bin ich am nächsten Tag zurück zum Flugplatz und ging fliegen.»
«Was ich bin, was ich war, meine Träume und Interessen waren immer schon da. Ich versuche zu meiner Familie sehr zuvorkommend zu sein, mit ihr sehr gut umzugehen, auf sie gut aufzupassen. Aber das Fliegen ist mein Leben, es ist mein Hauptinteresse. Wenn das ein gewisses Risiko birgt – nun, du weisst schon. Manche Menschen sind Stierkämpfer, sie stehen fast den ganzen Tag vor einem Stier und manche Menschen steigen auf ein Fahrrad und verunfallen. Ja, es ist ein gefährlicher Job. Meine Familie weiss das, sie kennt mich so und muss damit umgehen.»
Alejandro Alex Maclean (* 6. August 1969, Madrid) ist in Casarrubios, Spanien, am 17. August 2010 während eines Trainingsfluges für eine bevorstehende Kunstflugshow tödlich verunglückt.



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