Ein paar Tage später zog Dunkelheit herauf: Das Team sollte 2012 keine zusätzliche Unterstützung erhalten, Boss Genesio Bevilacqua hätte zusperren müssen.
Doch in typisch italienisch-extravaganter Weise wurde beim letzten Rennen in Portugal in letzter Sekunde doch noch die Rettung geschafft: Das Erfolgstrio Checa, Althea und Ducati bleibt auch für die kommende Saison vereint. Ducati-Corse-Geschäftsführer Claudio Domenicali hat erkannt, welchen Imageschaden er hätte verantworten müssen, verlöre er den Champion und die Weltmeistermacher von Althea. Die Entscheidung war logisch.
Warum, fragen Sie? Nun, die Gründe sind vielschichtig. Alle in den Erfolg involvierten Parteien haben 2011 Ausserordentliches geleistet. Mit einem Motorrad, dem 15 bis 20 PS auf die Besten fehlen, das einige einen Oldtimer schimpfen. Dass Ducati seinen Sieger in Zeiten der Not nicht unterstützt, war schlechteste Werbung.
Das Rossi-auf-Ducati-MotoGP-Experiment läuft bislang weitaus schlechter als erwartet. MotoGP ist nicht mein Fahrerlager, lassen Sie mich deshalb eine simple Frage stellen: Haben Sie die letzten Monate irgendetwas Positives über Ducatis MotoGP-Projekt gelesen? Irgendwer bei Ducati realisierte, oder erinnerte sich auch nur, dass es die seriennahen Rennklassen sind, in denen sich das Werk aus Borgo Panigale über die Jahrzehnte tiefen Respekt erarbeitet hat. Als Lieferant technischer Exzellenz mit übermässiger Performance – konstant und immerzu wiederholbar. Nehmen Sie mich beim Wort, es war immer so.
Von Paul Smarts Imola-Sieg über Mike Hailwood bei der TT, bis Polen, Foggy und Bayliss: Ducatis Erfolg basierte immer auf Siegen mit seriennahen Motorrädern. Seit 2003 hat Ducati einmal den Fahrertitel in der MotoGP-WM gewonnen, in der Superbike-WM gewinnen sie seit 1988 – gefühlt – jedes Jahr. Und 2011 erneut.
Ducati verkauft heute alles: Von der Kaffeemaschine über die Diavel, von Socken bis zur Multistrada. Cool sind all diese Dinge aber nur, weil Ducati als Synonym für Leistung im Motorsport steht. Und nirgends wurde dies besser unter Beweis gestellt als in der Superbike-WM. Ducati hat dieses Jahr weder in nationalen Meisterschaften noch in der MotoGP-WM überzeugt. Um die Markenbotschaft zu transportieren, wiegt der Erfolg in der Superbike-WM um so schwerer. So schwer, dass das «private» Althea-Team auch 2012 in altem Glanz um den Titel kämpfen wird.
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| Fast ging es zwischen Checa (li.) und Bevilacqua auseinander | |
Schlechte Werbung für Ducati
| Von Gordon Ritchie | 11.12.11-17:48 |
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ARCHIV
POSTINGS
Posting von MEK1 am 25.12.11 22:35:45
Ich fahre Ducati eher weil es geile Kisten sind. Ob sie gerade in der Moto GP gewinnen ist mir schnurz. Honda ist Weltmeister, trotzdem würde mir statt der Fireblöd nur eine S 1000 RR ins Haus kommen, weil die Bayern es geschafft haben, einen Hammer zu bauen. Und in der SBK gibt es doch immer genügend Anfeindungen, das Ducati alles in den Hintern geblasen bekommt. Zumindest kommt das aus den Fankreisen. Aber egal wie. Respekt für Checa und sein Team. War eine geile Leistung. Posting von spf am 12.12.11 09:24:51
Der diesjährige Titel schein wohlverdient.Doch gesamthaft bleibt der Verdacht, dass wie bei Ferrari in der F1 bisher immer ein wenig mit der Auslegung der Regeln zum Erfolg nachgeholfen wurde.
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Termine im Überblick
| WM-STAND | 9 / 28 Rennen |
| Pos. | Fahrer | Pkt. |
| 1 | Max Biaggi | 128,5 |
| 2 | Tom Sykes | 123,5 |
| 3 | Jonathan Rea | 108 |
| 4 | Carlos Checa | 105,5 |
| 5 | Marco Melandri | 97,5 |
| 6 | Leon Haslam | 89 |
| 7 | Sylvain Guintoli | 85 |
| 8 | Eugene Laverty | 65 |



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