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SUPERBIKE-WM KOLUMNE
Carlos Checa macht jeden Spass mit
© Gold & Goose
Carlos Checa macht jeden Spass mit

Carlos Checa: Oscar für Lebenswerk

Von Ivo Schützbach06.01.12-10:45

Wie aus dem unnahbaren GP-Fahrer ein bescheidener Weltmeister der Superbike-WM wurde.

Als Carlos Checa 2008 in die Superbike-WM kam, war er von den Jahren im Grand-Prix-Sport versaut. Er war unzugänglich, zuweilen hochnäsig. Doch schnell merkte er: In der Superbike-WM muss er keine Mauer um sich errichten, kann er ganz er selbst sein. Die Maske der Unnahbarkeit legte er ab und wurde zu einem der nettesten Typen im Fahrerlager.

Carlos ist anders als seine Gegner. Ein sehr tiefsinniger Mensch, zuweilen philosophisch. Wenn er über Emotionen spricht, hat es etwas Poetisches. Da lauscht man gerne, vergisst das stumpfsinnige Einerlei, das andere absondern.

Der Spanier ist keiner, der polarisiert. Auch deshalb wird er nie so geliebt - oder gehasst - werden wie Rossi oder Biaggi. Aber die Fans bringen ihm tiefen und vor allem ehrlichen Respekt entgegen. Und das auf jeder Rennstrecke, in jedem Land. So etwas erlebt man nicht oft.

Auch seine Gegner anerkennen, was Checa 2011 geleistet hat. Ohne wiederholt auf die 200 ccm Mehrhubraum seiner Zweizylinder-Ducati gegenüber den Vierzylindern hinzuweisen. Bei allem Respekt vor der Leistung des Althea-Teams und den Motorrädern aus Borgo Panigale: Es war in erster Linie Carlos Checa, der Rennen gewann und Ducati vor einem sieg- und titellosen Jahr bewahrte. Er selbst spricht in aller Bescheidenheit von der perfekten Symbiose aus Fahrer, Team und Motorrad.

Überlassen wir das Schlusswort Valentino Rossi: «Carlos ist so viele Jahre auf höchstem Niveau MotoGP gefahren, hat aber kaum etwas gewonnen. Der Titel jetzt ist so etwas wie der Oscar für sein Lebenswerk.»


Lesen Sie in der grossen Homestory in Ausgabe 3 der Wochenzeitschrift SPEEDWEEK, wie Carlos Checa zu einem Siegertyp wurde, weshalb er die Einfachheit des Lebens in seiner Heimat geniesst und wieso er auf jeden Fall noch besser werden wird. Seit 3. Januar für 2,20 Euro / Fr. 3.80 im Handel!
Mehr zu diesem Thema finden Sie in SPEEDWEEK Ausgabe 3 / 2012 auf Seite 41

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1Max Biaggi128,5
2Tom Sykes123,5
3Jonathan Rea108
4Carlos Checa105,5
5Marco Melandri97,5
6Leon Haslam89
7Sylvain Guintoli85
8Eugene Laverty65

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