Nach sieben Runden hatte sich das Quartett bereits 2,8 sec. Luft auf James Toseland (GB/Yamaha) verschafft, dem wiederum Carlos Checa (E/Ducati) und Leon Camier (GB/aprilia) im Nacken sassen. Eine Runde später fand der Spanier einen Weg an Toseland vorbei und blies zur Attacke. Bereits bei Rennmitte hatte Checa zur Spitze aufgeschlossen. Der Zwischenstand nach 11 von 22 Runden: Guintoli, Haslam, Fabrizio, Haga, Checa, Toseland, Troy Corser (AUS/BMW), Cal Crutchlow, Jonathan Rea und Shane Byrne. Nach einem Ausritt in die Wiese in Runde 4 Max Neukirchner nur Platz 16.
Bis zur letzten Runde teilten sich Haslam und Guintoli die Führungsarbeit und sahen dabei nicht immer wie Teamkollegen aus. Hinter den beiden Suzuki-Piloten sorgte vor allem Carlos Checa für Unruhe und machte in der Schlussphase Position um Position gut. Haga schien dagegen sein Pulver verschossen zu haben und ging in den letzten Runden kein Risiko ein und begnügte sich mit dem fünften Platz.
Leon Haslam führte das Feld in die letzte Runde und wirkte entschlossen, auch den zweiten Tagessieg einzufahren. Doch «Luckey Heights» wurde dem Briten zum Verhängnis. Der 26-jährige fuhr auf der Ideallinie und liess die Türe dadurch etwas zu weit auf. Eine Einladung, die Spätbremser Checa nur zu gerne annahm und sich gnadenlos neben die Führende Alstare-Suzuki setzte. Der Althea-Pilot konnte in weiterer Folge sogar noch ein paar Motorradlängen Vorsprung herausfahren und fuhr letztendlich mit knappem Vorsprung auf Haslam und Fabrizio als Sieger ins Ziel. Auch Guintoli büsste als Vierter nur 0,8 sec. auf Checa ein!
Troy Corser sorgte im zweiten Lauf für den ersten Lichtblick bei BMW an diesem Wochenende. Auf Platz 7 hielt der Australier immerhin Kaliber wie Max Biaggi (I/Aprilia) oder Cal Crutchlow (GB/Yamaha) hinter sich. Auch die Kräfteverhältnisse zum Reitwagen-BMW Kundenteam wurden wieder hergestellt. Andrew Pitt eroberte als 15. aber ebenfalls WM-Punkte.
Auch der zweite Lauf war für Max Neukirchner eine schwierige Angelegenheit. Nach 22 Runden wurde der Ten Kate-Pilot nur als 16. gewertet. Selbst ohne seinen Ausritt in der vierten Runde wäre nicht mehr als Platz 14 drin gewesen. Es gibt noch viel zu tun bei Ten Kate, denn auch Jonathan Rea konnte nur mit Mühe den sechsten Rang einfahren.
Der Österreischer Roland Resch fehlte wegen Schlüsselbeinbruch nach Highsider im zweiten Qualifying.



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