Hinter Corser an der Spitze ging es heftig zur Sache: Ducati-Werksfahrer Michel Fabrizio (I) überholte seinen Lieblingsfeind Biaggi und auch mit «El Toro» machte der 25-Jährige kurzen Prozess. Aber Biaggi stabilisierte sich und robbte sich sukzessive wieder nach vorne. In der sechsten Runde war BMW-Pilot Corser fällig. Sowohl Fabrizio als auch Biaggi quetschten sich am Australier vorbei.
Die beiden Italiener an der Spitze setzten sich von leicht von ihren Verfolgern ab, bis in der neunten Runde der 39-jährige Aprilia-Pilot das Zepter in die Hand nahm und den Ducati-Werksfahrer auf den zweiten Rang verwies. Dahinter hatte sich Suzuki-Ass Leon Haslam auf Platz 3 verbessert. Hinter dem WM-Zweiten folgen Corser, Cal Crutchlow (GB/Yamaha), Checa und Sylvain Guintoli (F/Suzuki). Der Achtplatzierte James Toseland (GB/Yamaha) liegt bereits fünf Sekunden zurück.
Bei Rennmitte hatte sich Biaggi ein Polster von einer Sekunde erarbeitet. Max Neukirchner liegt nur 2 sec. hinter seinem Teamkollegen Jonathan Rea auf Platz 13, fährt aber minimal schnellere Rundenzeiten. Die Top-15 nach 12 Runden: Biaggi, Fabrizio, Haslam, Crutchlow, Corser, Checa, Guintoli, Byrne, Scassa, Haga, Camier, Rea, Neukirchner, Lanzi, Vermeulen. Wie schon im ersten Lauf mussten Rubén Xaus (E/BMW) und Jakub Smrz (CZ) die Box ansteuern.
An der Spitze lässt Max Biaggi nichts anbrennen und fährt eine Sekunde schneller als der Rest des Feldes. Fünf Runden vor Schluss ist er seinen Verfolgern bereits 6,5 sec. enteilt. Völlig offen ist dagegen der Kampf um die weiteren Podestplätze. Zwischen Leon Haslam, Crutchlow, Fabrizio, Corser und Checa liegen gerade einmal 1,2 Sekunden!
Während Biaggi die letzten Runde im Bummeltempo zelebriert und trotzdem mit vier Sekunden Vorsprung gewinnt, muss sich Leon Haslam mächtig anstrengen, um den zweiten Platz nach Hause zu bringen. Michel Fabrizio rettet als Dritter die Ducati-Ehre. Pech hatte Troy Corser, der noch in der letzten Runde einen Ausritt durch die Wiese machte und nur Zehnter wurde. Ein ganz starkes Rennen fuhr Ducati-Privatier Luca Scassa (I), der noch vor Noriyuki Haga (J/Ducati) als Achter über den Zielstrich fuhr.
Wie im ersten Lauf kam Max Neukirchner (D/Honda) nur als 14. ins Ziel. Die Honda-Performance in Misano aber eher bescheiden: Auch sein Teamkollege Jonathan Rea wurde nur Zwölfter.



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