Nach und nach kam auch Carlos Checa immer stärker auf und überholte in der vierten Runden zuerst Max Biaggi, zeigte einen Umlauf später auch Leon Haslam die kalte Schulter und stibitze anschliessend auf der Start-/Zielgeraden Tom Sykes kaltschnäuzig die Führung. Währenddessen crashte James Toseland (GB/Yamaha) ins Aus - bereits im ersten Lauf war der Yamaha-Pilot ausgefallen, allerdings mit technischem Defekt.
An der Spitze machte sich Checa immer weiter aus dem Staub und hatte nach zehn von 21 Runden bereits 3 sec. Vorsprung. Tom Sykes hielt mit bewundernswertem Einsatz die von hinten drückende Meute in Schach. Hinter dem Kawasaki-Pilot standen Biaggi, Noriyuki Haga (J/Ducati), Michel Fabrizio (I/Ducati) und Haslam an, der zuvor nach einem Verbremser in der Schikane einige Positionen einbüsste.
In der 12. Runde fiel die Entscheidung im Titelrennen zwischen Max Biagi und Leon Haslam: Mit einer dicken Wolke rauchte nicht nur das Triebwerk der Alstare-Suzuki ab, sondern auch die Mini-Hoffnungen von Leon Haslam auf den Gewinn der Weltmeisterschaft lösten sich in Luft auf! Selbst ein Ausfall von Biaggi würde an dieser Tatsache nichts mehr ändern können!
Michel Fabrizio und Lorenzo Lanzi (I/Ducati) verloren durch den Motorplatzer den Anschluss an die Spitzengruppe; Fabrizio stürzte zudem in Runde 14.. Erster Verfolger der Top-4 (Checa, Haga, Sykes, Biaggi) war nun Silverstone-Doppelsieger Cal Crutchlow (GB/Yamaha).
Drei Runden vor Schluss waren die Podestplätze bezogen und bis zum Zielstrich änderte sich an der Reihenfolge nichts mehr: Checa führt mit fast vier Sekunden vor Noriyuki Haga, der wiederum 1,6 sec. vor Cal Crutchlow liegt. Tom Sykes kann den Top-3 nicht mehr folgen und wird Vierter.
Natürlich wurde Biaggi der Ausfall seines einzigen Rivalen angezeigt. Der neue Superbike-Weltmeister liess seine Gegner ziehen und begnügte sich mit dem sicheren fünften Rang. Auf der Auslaufrunde wurde Biaggi von seinem Heimpublikum frenetisch gefeiert und im Parc-Fermé ging die WM-Party nathlos weiter.
Max Neukirchner (D/Honda) fuhr im hinteren Mittelfeld ein unauffälliges Rennen und sah 30 sec. hinter dem Sieger als 12. das Ziel.



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